DOAG 2010 Tag 3: Was gelernt du hast, vergessen du musst

Alles hat ein Ende, nur die DOAG hat zwei. Das vordere Ende des letzten Messetages befand sich uhrzeitlich synchron zu den Anfängen der letzten beiden Tage, was ich für einen bemerkenswerten Zufall halte.

Indexe und deren Wartung sind offenbar ein Thema, welches sich in der Oracle-Community wachsender Beliebtheit erfreut. Zumindest gab es im Hörsaal meines ersten Vortrags des Tages keine Sitzplätze mehr für die Zuspätkommer. Selbst Schuld, lachte ich innerlich und hockte mich auf den Boden.

Dort erlebte ich einen sehr gelungenen Vortrag über erwähntes Indextuning. Ich hatte mir zwar im Vorfeld erhofft, es wäre ein wenig mehr in Richtung Performance gegangen, aber der thematisches Schwerpunkt (Speicherreduzierung) war dennoch wirklich interessant. Und wer Yoda auf seine Folien malt, strahlt automatisch Sympathie aus.

Der Tag ging positiv weiter mit einem Vortrag über Performancetuning von Oracle auf Solaris aus Betriebssystemsicht. Ohne Yoda, dafür mit Joerg Moellenkamp. Eigentlich waren es relativ simple Lehren, die dort vermittelt wurden, aber eben auch welche, die man sich zugegeben nicht ständig selbst vor Augen hält. Hat mir gefallen, inhaltlich und vom Präsentationsstil her.

Die heutige Keynote hatte dann leider nicht ganz den Unterhaltungswert der letzten beiden, war aber dennoch nicht komplett Höhepunktsarm. Es ging um… ich habe das Thema ehrlich gesagt vergessen… aber zwei Salesmitarbeiter von Oracle haben über Spaghetti, Traktoren und Angelina Jolie referiert und uns damit irgendwie vermitteln wollen, daß man sich grundsätzlich allles in den Keller stellen sollte, das irgendwie mit “Exa” anfängt. Aber das mache ich eh seit jeher. Trotz und wegen Angelina Jolie.

Danach folgte ein feiner, jedoch für meinen Geschmack zu kurzer Vortrag über die Prozesse eines RAC-Systems. Auch wenn man den Inhalt vermutlich mit einem “das ist alles ganz furchtbar kompliziert” hätte abhandeln können, hätte ich hier gerne noch ein Stündchen weiter gelauscht. Es war tatsächlich interessant und brachte ein klein wenig Licht ins Dunkel.

Hernach (ein Begriff, den ich nur deshalb benutze, weil er lustig klingt) ging es dann weiter mit der Präsentation meines Brötchengebers. Und, was soll ich sagen, es war bahnbrechend und schob die Grenzen der Wahrnehmung um einige Ebenen über das maximal Erfahrbare hinaus.

Aber auch ohne Heuchelei war es ein schöner Vortrag, dessen Inhalte mir zwar aufgrund meines Arbeitsalltags bereits bekannt waren, die ich allerdings sehr gerne auch mal in dieser Form präsentiert bekommen habe. Das Publikum war zwar eher klein, dafür thematisch sehr interessiert. Wenn man parallel zu einer Keynote sprechen muss, bleiben halt leider nicht mehr so viele Zuhörer übrig. Schade.

Zwei Vorträge weiter (von denen einer etwas ärgerlich war und der andere so unspektakulär, daß ich mich nicht mehr erinnern kann) startete ich auf der Aftershowparty den zum Scheitern verurteilen Versuch, die gereichten Häppchen schneller zu essen, als die gehetzten Cateringmenschen nachlegen konnten. Mein Verdauungstrakt teilte mir hernach mit, daß dies ein dummes Spiel war und so erlebte ich das hintere Ende des letzten Tages an einem Ort, den ein Mann nur alleine aufsucht und dort üblicherweise Dinge tut, die er lieber für sich behält.

Fazit:

Es war insgesamt eine schöne Woche. Ich habe viele Sachen gelernt, viel Spaß gehabt und zu viel gegessen. Natürlich waren unter den Vorträgen auch einige nicht ganz so großartige dabei, aber es wäre auch fad, wenn es nichts zu meckern gäbe. Die positiven Momente haben überwiegt und ich habe viele Dinge mitgenommen.

Wichtige Erkenntnis: ich brauche Visitenkarten. Es gab auf dieser Messe gefühlte 300 iPads und ein T-Shirt zu gewinnen – jedoch nur für Leute, die sich ausweisen konnten. So ein T-Shirt hätte ich gut gebrauchen können.

DOAG 2010 Tag 2: ORA-1555 Man too old

Am zweiten Tag durfte ich die Sicherheitssperre ohne Sporteinlage passieren, was mir in Sachen Wohlfühlfaktor generell doch sehr entgegenkam. Zum Frühstück gab es Brezeln, was eigentlich vollkommen uninteressant ist.

Interessanter hätte der Vortrag über Oracle.net sein können, welcher jedoch leider nicht so berauschend war. Thematisch eigentlich ganz nett, aber irgendwie ging da doch einiges durcheinander. Der Tag bot ein gewisses Steigerungspotential.

Und nutzte es. Weiter ging es nämlich mit Partitionierung von Tabellen und Indexen. Ein Vortrag von der Sorte, bei denen man zwar nicht viele neue Erkenntnisse gewinnt, aber stattdessen vorhandenes Wissen erneuern und gegenprüfen kann (“guck an: was ich bisher immer so gemacht habe, war gar nicht so doof”). Ein, meiner Meinung nach, sehr guter Vortrag, der von einer sehr schön nachvollziehbaren Livedemo unterstützt wurde.

Es gibt übrigens einige Begriffe, die man unbedingt in den Titel seines Vortrages einbauen sollte, wenn man sich einer großen Zuhörerschar sicher sein will. Eine Liste, die neben den Begriffen “Sex”, “’RocknRoll” und “Bier” nun um “Zeitmaschine” erweitert wurde. Leider hatte dies niemand den Organisatoren (oder dem Vortragenden) im Vorfeld mitgeteilt, so daß der Raum für das Publikum viel zu klein war.

Der Vortrag selber war zwar wirklich nett aufgebaut, jedoch leider nicht so wirklich nicht mein Thema. Ich hatte auf Flashback gehofft, geboten wurde Data Warehouse. Kann ja nicht jeden Tag Weihnachten sein…

Meine heutige Pause hatte ich dann zielgerichtet in genau jenes Zeitfenster gelegt, in dem das Frühstück gerade abgebaut wurde, so daß es in dieser Zeit tatsächlich auf dem ganzen Gelände nichts zu essen gab. Dumm.

Ich habe also gelernt, daß die umliegenden Messestände mir keine wirklich interessanten Dinge boten und man manchmal einfach nur ein paar Minuten auf sein Essen warten muss. Faustregel: Wann immer ein Frühstück abgeräumt wird, wartet irgendwo am Horizont bereits ein Mittagessen auf Auftischung.

Danach fand man sich dann im Hauptsaal ein, denn es stand eine weitere Keynote an. Wieder mit viel TamTam angekündigt und wieder zurecht. Prof Hermann Maurer aus Graz referierte über die uns bevorstehende technologische Revolution. Ein ganz feiner Vortrag, der zum Nachdenken anregte, dabei aber über alle Maßen unterhaltsam war. Der Mann kann sich mit einem Laptop und einer Webcam unsichtbar machen, wollte keine Nackbilder von sich zeigen und hat keinen Bock auf fliegende Autos. Womit wir immerhin zwei Dinge gemeinsam haben.

Nach diesem Highlight ging es dann gleich unterhaltsam weiter. Zwar bieten Constraints und Statement Tuning generell eher wenig Entertainementpotential, aber zumindest die Vorstellung des Referenten war sehr witzig (ORA-1555: Man too old, ORA-600:[Lack of beer][thirsty])…

Der Vortrag selbst war ebenfalls interessant, aber für mich dann doch ein wenig zu detailliert. An einigen Stellen konnte ich nicht mehr folgen, aber bis dahin gab es viele neue Dinge zu lernen.

Abgeschlossen wurde der Tag mit einer für meinen Geschmack leider zu sehr aufs Marketing ausgerichteten Veranstaltung über Virtualisierung. Es flogen zwar unheimlich viele Produktnamen und Buzzwords durch den Raum, aber es fehlte an praktischen Beispielen. Ich hätte es zB gerne mal gesehen, wie man einen virtuellen DB-Server von einer Hardware auf die andere zieht, ohne die DB dabei aus dem Betrieb nehmen zu müssen. Von mir aus auch, wie man eine DB aus dem Betrieb nimmt, ohne dabei den virtuellen Server von einer Hardware auf die andere zu ziehen.

Habe ich erwähnt, daß es Brezeln zum Frühstück gab? Gut.

DOAG 2010 Tag 1: Offen, integrated, complete

Der erste Tag bei der DOAG2010 begann für mich mit Eishockey und der Erkenntnis, daß die hiesigen Sicherheitskräfte ihren Job wahrlich ernst nehmen. Es genügt bereits ein kurzes rotes Auflackern der Authentifzierungssoftware nach Scannen einer Eintrittskarte (in diesem Fall meiner Eintrittskarte), um sich binnen weniger Sekunden in einer Welt bestehend aus Bodychecks und Schmerz wiederzufinden. Wir beließen es dann jedoch bei dieser kurzen Einführung und ich wurde freundlich hineingebeten.

Gerade rechtzeitig, denn kurz darauf begann die eigentliche Konferenz mit der Begrüßungsrede des Vorstandsvorsitzenden der DOAG und des Leiters von Oracle Deutschland, aus dessen Rede ich für mich persönlich zugegeben nur einige wenige Kernaussagen herausziehen konnte. Ich hatte jedoch irgendwie das Gefühl, er mochte Oracle generell ganz gerne.

Nach einem durchaus interessanten Vortrag über rman, Data Guard und dem Zusammenwirken dieser beiden, bei dem ich zwar nicht viel neues gelernt, aber vorhandenes Wissen vertiefen und bestätigen konnte, begann dann für mich der ausgeprägte RAC-Teil des Tages.

Zwei Vorträge über dieses Thema direkt hintereinander, deren erster sich mit der Installation von RAC beschäftigte (Oracle in drei Mausklicks und wer ins Handbuch guckt, hat nicht aufgepasst) und mich gut unterhalten hat. Zu Lernen gab es dabei relativ wenig, abgesehen von der Tatsache, daß die Installation von Oracle tatsächlich mit jeder Version einfacher wird, was ich durchaus begrüße.

Ich hoffe ja, Oracle 12 kann man dann von einem Huhn installieren lassen, dem man vorher ein paar Körner auf die Enter-Taste legt. Dann hätte ich mehr Zeit, Vorträgen zu lauschen.

Zum Beispiel über das Node-Management (genauer gesagt node eviction) in einem RAC, denn dies war das folgende Thema. Oder anders ausgedrückt: was muss passieren, damit Oracle sich in den Kopf schießt und wie kann ich als DBA es verhindern. Oder fördern, je nachdem. Ebenfalls nicht schlecht, wenn auch für meinen Geschmack gegen Ende etwas zu sehr ins Detail gehend und zuviele Einzelfälle betrachtend. Da konnte ich dann irgendwann nicht mehr so gut folgen.

Vielleicht war ich aber auch einfach nur zu aufgeregt.

Denn direkt danach betrat, angekündigt von einem ebenso epischen wie dramatischen Intro, Tom Kyte die Bühne und begann seinen Vortrag “What are we still doing wrong?”.

Ich habe den Mann vorher nie live gehört, allerdings im Vorfeld nur Gutes über seinen Stil und Inalt vernommen, wodurch ich doch sehr gespannt war. Und es war in der Tat sehr unterhaltsam, dabei aber sehr professionell und in seinen Aussagen vollkommen zutreffend. Ich habe gelernt, daß Ampeln mit LED-Licht keinen Schnee schmelzen und dicke Ketten mit Vorhängeschloss eine prima Wegfahrsperre ergeben. Und, daß es Banken gibt, die Hackerattacken verhindern, indem sie ihre User auf der Webseite freundlich bitten, es doch einfach zu unterlassen.

Ich finde es ja grundsätzlich sehr angenehm, wenn Leute es schaffen, Inhalte auf unterhaltsame Weise zu vermitteln. Spaß haben und Neues lernen muss sich keinesfalls gegenseitig ausschließen. So einen Vortrag könnte ich mir jeden Tag anhören. Ich müsste mal fragen, ob es unser Budget sprengen würde, Kyte täglich zur Mittagspause einzufliegen.

Aber zurück zu den Fakten. Zum Abschluss gab es nämlich noch einen in der Kürze der Zeit erstaunlich tiefen Einblick in Materalized Views, angefüllt mit Informationen, die mir, hätte ich sie ein paar Wochen früher gehabt, bei einem thematisch passenden Projekt jede Menge Zeit gespart hätten. So konnte ich immerhin bei vielen (auf keinen Fall jedoch allen) der angeschnittenen Themen wissend nicken und mir wahnsinnig schlau dabei vorkommen. Und was ich nicht wusste, wusste ich dann zumindest hinterher.

Mal sehen, wie oft es mir morgen so gehen wird.

DOAG 2010 Tag 3

Nachdem ich vom Mittwoch recht enttäuscht war, konnte mich der letzte Konferenztag doch wieder befriedigen. Markus Michalewicz erklärte das 11.2.0.2 patchset. Interessant war es dabei vor Allem zu hören, was sich Oracle hinter den Kulissen so denkt. So ist das Patchset unter Anderem mit mehreren Gigabytes so riesig weil es auch unabhängig von einer alten Version installiert werden kann. Trotzdem wird es diesen Download nicht bei OTN sondern nur über metalink bzw my oracle support geben. Denn die Revenue-Abteilung hat beschlossen, dass es nur für die Kunden zu haben sein soll, die auch über einen gültigen Supportvertrag verfügen.
Generell sollen Patchsets ab jetzt jeweils in ein neues, eigenes ORACLE_HOME installiert werden statt das bestehende zu patchen. Das dürfte den Vorteil haben, dass weniger Downtime erforderlich ist und man im Fehlerfall sehr einfach und schnell zu der alten Version zurückwechseln kann. Der Nachteil dürfte sein, dass man noch weiteren Festplattenspeicher benötigt. Was mit von Hand erstellten oder angepassten Dateien wie listener.ora oder tnsnames.ora passiert, weiß ich noch nicht – eventuell wird man diese nach der Patchinstallation ins neue home kopieren müssen.
Ein weiterer Trend ist es wohl, dass einzelne Features nur mit der ExaData Machine zu bekommen sind. QoS Management ermöglicht exadata-Kunden, die Datenbank selber die Steuerung bzw Zuweisung einzelner Resourcen so zu übernehmen, dass die SLAs der einzelnen Services jederzeit optimal erfüllt werden können. Die Installation vom Rac One node ist nun in den Installer integriert, so dass nicht wie bisher zunächst ein richtger RAC Cluster installiert werden muss, der hinterher mit einem Patch zu einem Rac One node gemacht wird. Damit wir Rac One dann auch auf allen Plattformen verfügbar sein, für die es das 11.2.0.2 Patchset gibt.
Das ACFS wurde um einige Funktionen erweitert, die jedoch eine extra Lizenz erfordern sollen, und wurde umbenannt in “Oracle Cluster File System, Cloud Edition”. Dieser neue Name ist herrlich lang und verwirrend eng an einem alten Produkt, dem OCFS für Linux.
Die Redundanz des Netzwerkinterconnects bei Oracle RAC kann in Zukunft direkt von der Clusterware erledigt werden. “Redundant Interconnect Usage” heißt das neue Feature, das eine Alternative zu bonding oder IP-Failover Lösungen auf Betriebssystemebene darstellt.
Auch beim Monitoring hat sich einiges getan. So wird ab der aktuellen Version der Cluster Health Manager mit ausgeliefert. Dieser sammelt Informationen über die Auslastung der Plattform und speichert diese für eine spätere Auswertung durch den Administrator oder Oracle Support. Das tool könnte damit unter Umständen den OS Watcher ablösen, der Heute von den meisten Kunden eingesetzt wird und fast dieselben Informationen vorhält.
Sehr spannend finde ich den neuen “Hang Manager”. So kam es bei unseren RAC-Datenbanken in der Vergangenheit vereinzelt dazu, dass ein Prozess ewig lange eine Resource gehalten hat, woraufhin eine Kette von anderen Prozessen auf diesen einen gewartet hat. Dies musste bisher vom DBA behandelt werden, der möglichst den blockierenden Prozess oder die ganze Instance neu gestartet hat. Der hang manager soll diese Zustände nun automatisch erkennen und auflösen können.

Später besuchte ich die Keynote von Andrew Sutherland und Chris Baker, die wie erwartet sehr lustig wurde. Ich habe also gelernt, dass die Cloud eine Lasagne ist, die meisten Rechenzentren aber noch nach Spaghetti schmecken, während das Internet eh ein Kürbis ist.

Danach habe ich Michael Ahrens gehört, dessen Vortrag zu Solaris-Virtualisierung mich beinahe abgeschreckt hatte weil auch das Stichwort SAP im Titel steckte. Die Präsentation war dann leider auch nur sehr dünn besucht, was nicht an der Qualität gelegen hat. Es gab einen riesigen Überblick über Container, Ldoms, DSD sowie Solaris Cluster. Dabei wurde auch schon ein Großteil der Punkte aus meinem Vortrag genannt, und über SAP wurde nur eine einzelne Folie lang gesprochen – als Beispiel für so eine virtualisierte Umgebung.

Nach einer letzten Stunde der Vorbereitung war es dann Zeit für meine Präsentation zu Containervirtualisierung. Da der Slot zeitgleich mit der Keynote von Steven Feuerstein lag, hatte ich schon nicht mit zu vielen Besuchern gerechnet. Etwa 15 sind gekommen, diese wirkten für mich dafür aber umso interessierter und haben auch viele gute Fragen gestellt. Ich selber war ganz erschrocken, dass die Zeit so schnell vergangen ist, zuvor hatte ich befürchtet, schon nach 30 Minuten fertig zu sein. Aber ich habe doch viel zu viel Zeit bei der Einführung verloren, die man lieber für die Kerndemos verwenden könnte. Nach dem Vortrag habe ich die Diskusion noch vor der Tür fortgesetzt bevor ich mich dann zur unconference begeben habe. Todd hat dort das Oracle Technology Network sowie das Ace Programm vorgestellt. Da dies recht flink ging, war noch Zeit für die zweite Hälfte von Franz Haberhauers ZFS Best Practices. Im Anschluss hatte ich dann noch die Gelegenheit mit ihm und einigen anderen ehemaligen SUN Mitarbeitern über Server-, Betriebssystem- und Virtualisierungstechnologien zu sprechen.

DOAG 2010 day 2

The number of the day is 1. Not like the #1 that Oracle likes to use in marketing but rather 1 as in there was only 1 session that I enjoyed. I am not going to talk about all the disappointments. Jože Senegačnik is fun and easy to listen to and he presented on some research he did on cases where constraints in the database are able to help the Optimizer choose a better plan than without them. One of the takeaways for me was that the optimizer is not going to consider constraints for building exectution plans when using bind variables. But it would also be wrong to switch your applications back to not using bind variables. Also, Tom Kyte would propably hunt you down with a butcher’s knife if you preached that NOT using bind variables is actually a good thing. So in fact the key takeway was (like so often): it depends. But still, this was very interesting.
Due to the lack of good sessions I had plenty of time to walk around the exhibition area of the conference where I met Todd Trichler from OTN and Solaris evangelist Philip Torchinsky.

DOAG 2010 Tag 1

Nürnberg, 08:15, Regen. Zum Glück wohnen wir direkt gegenüber vom Hauptbahnhof, so dass der Weg zur Messe recht schnell und trocken zu absolvieren war. Leider war die Kreditkartenzahlung für Markus (von vor 10 Tagen) noch nicht “angekommen”, so dass die Registrierung weniger flink lief als erhofft. Das war allerdings letztes Jahr schon dasselbe Chaos, so dass es mich Heute nicht schocken konnte. Und wir haben es gerade rechtzeitig für die Eröffnung durch Dietmar Neugebauer und Jürgen Kunz geschafft. Nach 45 Minuten mit schönstem denglisch habe ich verstanden, dass Orakel im driver seat sitzt und jetzt den lead hat. Oder so. Interessieren würde mich noch, wie viele Infinibänder genau in der Exadata Maschine sind. Aber gut.

Sue Harper war die erste von mehreren Referenten, die etwas Probleme damit hatten, dass die DOAG slots nur 45 statt 60 Minuten lang sind. Ich hingegen war erstaunt, wieviele Features vom SQL Developer mir alleine in der Version 2.1.1 entgangen sind. Ich benutze die Version zwar schon seit langem, habe aber offenbar noch nicht genug umhergeclickt. Da ist mal ein Tag intensives Spielen angesagt. Ein wirklich guter Vortrag, von dem ich mehr mitnehmen konnte als gedacht.
Dass das Monitoring mit rrdtool funktioniert und recht simpel einzurichten ist, war mir schon klar, habe es aber bisher aber kaum eingesetzt. Nach dem Vortrag von Jan Krüger bin ich nun wieder motiviert, dieses Thema bei einigen (oder gar allen) Produktionsdatenbanken anzugehen. Dabei geht es mir gar nicht so sehr um aktuelle Performancewerte oder Kennzahlen sondern vor Allem um deren langfristige Entwicklung. Grundlegende Dinge wie Transaktionen pro Sekunde oder die Menge an Redo pro Tag interessieren eben vor Allem wenn man sie über Monate oder Jahre beobachtet. Bisher ziehen wir diese Daten meist nach Bedarf aus alten AWR-Daten, aber rrdtool wäre u.U. einfacher und funtioniert auch ohne Enterprise Edition und Tuning Pack.
Zum Mittag gab es das RAC-Doppelpack von Oracle in Form von Sebastian Solbach und Markus Michalewicz. Sebastian hat eine tolle Einführung zu RAC und der simplen Installation gegeben indem er dem Installer mit Sreenshots gefolgt ist und nebenher grundlegende Funktionen und Neuerungen erklärte. Sehr gut gemacht. Mitnehmen konnte ich, dass 11.2.0.2 eine eigene Methode für bonding bzw Redundanz der Interconnect-Interfaces hat und dies Betriebssystemspezifische bonding-Methoden und Software überflüssig macht.
Markus erklärte anhand einfacher Beispiele node eviction und ist dabei ziemlich tief in die Technik und Implementierung eingegangen. Das war zwar sehr spannend, muss mich aber in dieser Tiefe nicht interessieren weil ich mich an diesem Punkt eh auf Oracle verlassen muss.
Toms Keynote war wie erwartet witzig und frech, allerdings hatte ich die schon in San Francisco gehört. So fand ich es vor allem besonders bemerkenswert, wie er dieselbe Pointe immer wieder so vortragen kann als erzählte er die Geschichte zum ersten Mal.
Carld Dudleys Rundumschlag durch Materialized Views war ebenfalls sehr gelungen. Er hat es geschafft, irre viele Informationen dort unterzubringen, die mir zwar zum Großteil bekannt waren, allerdings hat es mich auch eine Ewigkeit (und viele Fehler) gekostet, das für mich herauszufinden.
Nürnberg, 21:45, Regen. Aber mit Bratwurst und Sauerkraut im Magen.

Archivelog volume by day

This is a tiny SQL statement that I use every now and then to check the amount of redo generated daily. I like this as some sort of indicator of how much work an OLTP system is actually doing. Not in absolute terms but relative to an earlier point in time. Like when the average amount of archivelogs being generated this month is twice as much as at the same point last year, this would be a starting point in establishing that the system is doing roughly twice as much work now. There are a lot of other (propably more meaningful) metrics like transactions per second. The nice thing about looking at archivelogs is that you don’t need to look at statspack snapshots or AWR data.
Of course, knowing how much redo you generate is also essential when planning for the storage needs of archivelog destinations.

SELECT ROUND(SUM(blocks*block_size)/1024/1024/1024) arc_size,
TRUNC(first_time) arc_date
FROM v$archived_log
WHERE dest_id=10
GROUP BY TRUNC(first_time)
ORDER BY 2 DESC

DOAG2010 Vorträge

In der nächsten Woche geht es nach Nürnberg zur jährlichen Konferenz der Deutschen Oracle Anwendergruppe. An dieser Stelle möchte ich grob meinen Vortragsplan für die drei Tage festhalten.
Dienstag startet mit einem Update von Sue Harper zu den neuen Features von SQL Developer in der Version 3.0. Die seit kurzem verfügbare early adopter Version habe ich zwar schon heruntergeladen, installiert und benutzt, allerdings hatte ich noch keine Zeit gefunden, mich mit den neuen Funktionen zu beschäftigen. Dabei interessiert mich vor Allem die Integration der spatial Datentypen und der neue “map view”. Die Arbeit mit georaptor hat mir nie wirklich Freude gemacht, auch wenn diese Funktionen unerlässlich.
Zur Mittagszeit werde ich mich zwischen zwei Vorträgen entscheiden müssen. Sebastian Solbach gibt eine Einführung in 11gR2 RAC während es parallel um spatial in BMW ConnectedDrive geht. Anschließend spricht RAC Produktmanager Markus Michalewicz über die neueste Version der clusterware und node management.
Auch wenn mir Toms Vorträge auf der letzten openworld nicht so gut gefallen haben wie früher, freue ich mich doch jedes Mal über seine Präsentationen, und so wird die keynote am Dienstag ein “muss”. Abgeschlossen wird mein Tag von Oracle ACE Carl Dudley mit einem review zu materialized views. Ein Mittel, das wir immer häufiger mit großem Erfolg in unseren Produktionsdatenbanken einsetzen.

Der Mittwoch bietet mir weniger spannende Themen, so dass wahrscheinlich viel Zeit für die Ausstellung und “networking” bleiben wird. Gestartet wird mit Oracle Net services von Kuassi Mensah. Danach höre ich mir Michael Paege an, der das competence center der DOAG zu Lizensierungsfragen leitet. Um 10 Uhr geht es um die Oracle Lizensierung im Zusammenhang mit Virtualisierungslösungen. Ich glaube zwar, dass ich dort nichts Neues lernen werde, aber interessant ist das Thema dennoch, auch für meinen eigenen Vortrag. Auch der Mittwoch endet für mich mit dem Vortrag eines Oracle ACE, Randolf Geist bringt eine Live Demo rund ums Troubleshooting mit.

Am Donnerstag finden dann wieder gleich mehrere für mich interessante Präsentationen statt, so dass ich mich entscheiden muss. Wahrscheinlich werde ich zum zweiten Mal Markus Michalewicz besuchen, der dieses Mal vom neuesten RAC Patchset 11.2.0.2 berichtet. Jörg Möllenkamps Session zur Performance Analyse unter Solaris wird wahrscheinlich der Verwaltung von Zeit und Datumstypen in der Datenbank zum Opfer fallen. Macht aber nichts, Joerg läuft man hier in Hamburg ja öfters über den Weg. Auch wenn mich SAP nur ganz wenig belangt, hat Michael Ahrens mit den Stichworten RAC und Container mein Interesse geweckt. Der Spot für meinen eigenen Vortrag ist um 14:00, wo ich mit Steven Feuerstein und Netzwerkvirtualisierung in Solaris 11 konkurriere. Der SUN/Solaris Stream setzt sich danach dann noch mit ZSF Best Practices und Neuigkeiten aus der Hardwareecke fort.