DOAG 2010 Tag 1

Nürnberg, 08:15, Regen. Zum Glück wohnen wir direkt gegenüber vom Hauptbahnhof, so dass der Weg zur Messe recht schnell und trocken zu absolvieren war. Leider war die Kreditkartenzahlung für Markus (von vor 10 Tagen) noch nicht “angekommen”, so dass die Registrierung weniger flink lief als erhofft. Das war allerdings letztes Jahr schon dasselbe Chaos, so dass es mich Heute nicht schocken konnte. Und wir haben es gerade rechtzeitig für die Eröffnung durch Dietmar Neugebauer und Jürgen Kunz geschafft. Nach 45 Minuten mit schönstem denglisch habe ich verstanden, dass Orakel im driver seat sitzt und jetzt den lead hat. Oder so. Interessieren würde mich noch, wie viele Infinibänder genau in der Exadata Maschine sind. Aber gut.

Sue Harper war die erste von mehreren Referenten, die etwas Probleme damit hatten, dass die DOAG slots nur 45 statt 60 Minuten lang sind. Ich hingegen war erstaunt, wieviele Features vom SQL Developer mir alleine in der Version 2.1.1 entgangen sind. Ich benutze die Version zwar schon seit langem, habe aber offenbar noch nicht genug umhergeclickt. Da ist mal ein Tag intensives Spielen angesagt. Ein wirklich guter Vortrag, von dem ich mehr mitnehmen konnte als gedacht.
Dass das Monitoring mit rrdtool funktioniert und recht simpel einzurichten ist, war mir schon klar, habe es aber bisher aber kaum eingesetzt. Nach dem Vortrag von Jan Krüger bin ich nun wieder motiviert, dieses Thema bei einigen (oder gar allen) Produktionsdatenbanken anzugehen. Dabei geht es mir gar nicht so sehr um aktuelle Performancewerte oder Kennzahlen sondern vor Allem um deren langfristige Entwicklung. Grundlegende Dinge wie Transaktionen pro Sekunde oder die Menge an Redo pro Tag interessieren eben vor Allem wenn man sie über Monate oder Jahre beobachtet. Bisher ziehen wir diese Daten meist nach Bedarf aus alten AWR-Daten, aber rrdtool wäre u.U. einfacher und funtioniert auch ohne Enterprise Edition und Tuning Pack.
Zum Mittag gab es das RAC-Doppelpack von Oracle in Form von Sebastian Solbach und Markus Michalewicz. Sebastian hat eine tolle Einführung zu RAC und der simplen Installation gegeben indem er dem Installer mit Sreenshots gefolgt ist und nebenher grundlegende Funktionen und Neuerungen erklärte. Sehr gut gemacht. Mitnehmen konnte ich, dass 11.2.0.2 eine eigene Methode für bonding bzw Redundanz der Interconnect-Interfaces hat und dies Betriebssystemspezifische bonding-Methoden und Software überflüssig macht.
Markus erklärte anhand einfacher Beispiele node eviction und ist dabei ziemlich tief in die Technik und Implementierung eingegangen. Das war zwar sehr spannend, muss mich aber in dieser Tiefe nicht interessieren weil ich mich an diesem Punkt eh auf Oracle verlassen muss.
Toms Keynote war wie erwartet witzig und frech, allerdings hatte ich die schon in San Francisco gehört. So fand ich es vor allem besonders bemerkenswert, wie er dieselbe Pointe immer wieder so vortragen kann als erzählte er die Geschichte zum ersten Mal.
Carld Dudleys Rundumschlag durch Materialized Views war ebenfalls sehr gelungen. Er hat es geschafft, irre viele Informationen dort unterzubringen, die mir zwar zum Großteil bekannt waren, allerdings hat es mich auch eine Ewigkeit (und viele Fehler) gekostet, das für mich herauszufinden.
Nürnberg, 21:45, Regen. Aber mit Bratwurst und Sauerkraut im Magen.

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