DOAG 2011 Tag 3 – Finale

Nach 400 Vorträgen, drei Tagen im CCN und unzähligen Rolltreppenfahrten sowie Canapes und Nachtischen ist die DOAG Konferenz und Ausstellung 2011 beendet. Ich begann den Donnerstag damit, dass ich mir am Oracle Stand das Enterprise Manager Ops Center demonstrieren ließ. Bei der ganzen Aufregung um dem EM12c Cloud Control ist mir komplett entgangen, dass es das Ops Center auch noch gibt, und dass für die Überwachung und Verwaltung von Sun bzw Oracle Hardware keine weiteren Lizenzen für die Arbeit mit dem Ops Center nötig sind. Zuletzt hatte ich das Produkt vor der Übernahme durch Oracle betrachtet, damals noch in einer sehr unausgereiften Beta Version, das zu dem Zeitpunkt Xvm Ops Center hieß. Die Software erleichtert das Monitoring aller Hardwarekomponenten, Lüfterdrehzahlen, Leistungsaufnahme, Auslastung von CPUs, Speicher sowie Netzwerk indem es Informationen vom iLom Serviceprozessor sowie eines eigenen Agenten auf dem Betriebssystem sammelt.
Der andere große Funktionsbereich ist das Patchen sowie die Verwaltung definierter Softwarestände, sogenannter Baselines. Bisher haben wir für das Patching die Open Source Software pca benutzt, aber eine Lösung direkt vom Hersteller ist uns natürlich auch recht. Ein Jumpstart Server zur Provisionierung von Betriebssystemen ist ebenfalls integriert und kann mit verschiedenen Profilen und Aufgaben eingerichtet werden. Mittelfristig ist abzusehen, dass das Ops Center mit dem Cloud Control manager verschmelzen wird, aber auch schon vorher werden wir uns dieses Tool genauer ansehen.

Es folgte ein Vortrag zum Thema Index Rebuilds. Martin Hoermann von der Ordix machte keinen Hehl daraus, dass er hier selber keine Neuigkeiten herausgefunden hatte sondern nur die Beobachtungen von Richard Foote zusammengefasst und in eigenen Tests nachvollzogen hat. Deswegen war das Thema für einige Zuhörer nicht wirklich neu. Dafür war die Präsentation aber in einem amüsanten Rahmen verpackt und alleine die Rhetorik und Fotocollagen waren den Besuch schon wert. In Anlehnung an alte Spaghetti-Western wurden Parallelen gezogen zu The Good (Tom Kyte), The Bad (Don Burleson) and The Ugly (Larry Ellison).

Im vorletzten Slot der Konferenz durfte ich dann noch das RAC SIG Expert Panel moderieren. Fünf Experten waren geladen und stellten sich den spontanen Fragen aus dem Publikum. Unterstützt wurde ich von Oracle ACE und Leiter der Datenbank-Community Christian Trieb, als Experten kamen Christian Antognini, Daniel Dibbets, Markus Michalewicz, Robert Bialek sowie Sebastian Solbach. Die Antworten vom Podium waren sehr interessant und wertvoll. Einige Antworten haben mich auch überrascht, weil ich angenommen hatte, dass es nur eine einfache Antwort auf die jeweilige Frage gibt, dann aber doch mehrere Möglichkeiten vom Podium angesprochen wurden. Auch das Feedback, das ich nach der Session von den Teilnehmern bekommen habe, war durchwegs positiv, so dass ich mich dafür einsetzen werde, dass wir dieses Format auch im nächsten Jahr wiederholen können.

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